Freitag, 18. August 2017

Naturschätze auf nassem Grund


An der Bahnlinie zwischen Suderburg und Unterlüß wachsen in feuchten Waldniederungen seltene Moorlilien. Während der Blütezeit im Juli verströmen die Pflanzen einen wohlriechenden Duft. Wie ein ausgelegter Pflanzenteppich leuchten die gelben Blüten zwischen den dunklen Nadelbäumen und verzaubern den Wald für eine kurze Zeit mit Duft und Farbe. Die Moorlilie wird auch „Beinbrech“ oder „Ährenlilie“ genannt. Früher glaubte man, der Genuss der Pflanze könnte beim Weidevieh zu Knochenbrüchen führen. Der deutsche und lateinische Artname „Ossifragum“ leitet sich von dieser irrigen Ansicht ab. Zusammen mit Wollgräsern und Sonnentau wächst die Moorpflanze gut versteckt in unserer vielseitigen Kulturlandschaft. Alle Jahre wieder besucht Thomas Dorschner vom NABU das geschützte Gebiet und freut sich über den Erhalt und den „gelben Moment“ im Heidewald.

Text und Fotos: Thomas Dorschner
Foto "Blutrote Heidelibelle": Monika Neumann

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen