Samstag, 6. Februar 2016

Neues Zuhause für die „Goldenen Einhörner“

Böddenstedt lud zur Lichtmess Bürgerversammlung
Die beiden Böddenstedter „Goldenen Einhörner“ haben für ein Jahr ein neues Zuhause gefunden: Im Rahmen der Lichtmess Bürgerversammlung wurden am Sonnabend Gunhild Freudenthal und Otfried Dreyer für ihr Engagement für die Dorfgemeinschaft ausgezeichnet.
Gunhild Freudenthal wurde insbesondere für ihren Einsatz im Sportverein und bei der Seniorenbetreuung geehrt. „Sie sorgt für viele angenehme Stunden für die Senioren im Dorfgemeinschaftshaus“, so Ratsherr Hans-Jürgen Drögemüller, der anmerkte, dass auch bei den Männern in diesem Jahr „die Auswahl sehr leicht gefallen ist“. Otfried Dreyer setzt sich seit Jahren für die Dorfgemeinschaft ein und organisiert regelmäßig die Reinigungsaktionen im Frühjahr und im Herbst. „Unser Dorf wäre nicht so schön, wenn du Dich nicht so eingesetzt hättest“, so Drögemüller. Der Ratsherr freute sich darüber, dass der große Saal im Landgasthof Puck wie bereits im Vorjahr fast bis auf den letzten Platz besetzt war.

Gedankt wurde außerdem Ingrid Bauck, die sich immer engagiert, wenn im Dorf Arbeit ansteht, im vorigen Jahr insbesondere beim Dorfrundgang sowie beim Jubiläum der Friedhofskapelle. „Sie war schon morgens sechs Uhr vor Ort und hat für Ordnung gesorgt. So stellt man sich aktive Bürger vor, die sich für die Dorfgemeinschaft einsetzen“, so Drögemüller. Dank wurde auch Aenne Bauck ausgesprochen, die mit
Kamera und Filmset jederzeit dabei ist, wenn im Dorf etwas los ist.Ihre Filme über den Dorfwettbewerb fanden viel Beifall im Saal.
Friederike Kohnke wurde für ihren Einsatz bei der Wettbewerbsvorbereitung und hier besonders für ihre grafischen Arbeiten gedankt. Darüber hinaus wurde Heinrich Drögemüller jun. für sein Engagement im Posaunenchor und insbesondere für die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses Dank ausgesprochen sowie Volker Mack-Percin für seinen Einsatz „hinter den Kulissen“. „Volker ist einer, der im Stillen arbeitet. Wenn man ihn braucht, ist er immer zur Stelle“, so Hans-Jürgen Drögemüller.
Seinen Jahresrückblick nahm Hans-Jürgen Drögemüller auch zur Gelegenheit, um Jürgen Dreyer für seinen Einsatz für das Projekt „Freifunk“, für das in Böddenstedt viele Mitstreiter gewonnen werden konnten, zu danken. Im Juli wurde das 50. Jubiläum der Friedhofskapelle begangen, mit dabei der Böddenstedter Posaunenchor, dessen Mitglieder immer zur Stelle sind, wenn es gilt, eine Veranstaltung festlich zu umrahmen. Drögemüller warb darüber hinaus darum, wieder einmal einen „Gerdautaler Bauernmarkt“ im Ort zu veranstalten. Viel Resonanz fanden auch das Feuerwehrfest sowie das Sportfest des VfL Böddenstedt, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiern wird. Große Freude für die kleinen Böddenstedter war im Herbst angesagt, als der neue Spielplatz beim Sportplatz eingeweiht werden konnte.

Für die Veranstaltung hatte Hans-Jürgen Drögemüller 2500 Euro zusammengetragen, „die längste Spendenliste aller Bürgerversammlungen“, staunte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff, der eine Zusammenfassung der Ratsarbeit gab. Thema war hier unter anderem die Unterbringung von geflüchteten Menschen. „Es sind schwierige Zeiten, wir können nur sehen, dass wir die Bürgerinnen und
Bürger mitnehmen“, so Hoff. 47 Personen leben derzeit im Samtgemeindegebiet, die meisten von ihnen in der Gemeinde Suderburg. Der Bürgermeister hatte den Böddenstedtern übrigens etwas ganz Besonderes mitgebracht: selbst gebackene Einhörner aus der heimischen Küche!
„Böddenstedt - hier ist immer was los. Das ist ein tolles Dorf“, sagte Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz, der in Sachen Haushalt und Einwohnerzahlen leider eine weniger positive Bilanz ziehen konnte. Der demografische Wandel wird auch künftig eine Herausforderung für die Region bleiben. Betroffen davon sind auch die Schulen in der Samtgemeinde, die seit Jahren mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen haben.
Widerstand brach sich in der Diskussion um die Ausweisung einer weiteren Fläche für Windräder Bahn, die von einer Reihe von Böddenstedter Bürgern abgelehnt wird. Deren Planung liegt derzeit allerdings auf Eis. Zum Thema soll es eine Infoveranstaltung geben.

Kommentare: