Mittwoch, 10. Februar 2016

Böddenstedt rüstet für die nächste Runde

Wettbewerbs-Pläne auf der Lichtmess Bürgerversammlung vorgestellt
„Unser Dorf hat Zukunft!“. Mit diesen Worten fasste Bernhard Witte seinen Bericht über das Geschehen im Wettbewerbsverfahren des vergangenen Jahres zusammen. Gelegenheit hatte er dazu auf der Lichtmess Bürgerversammlung, die kürzlich im Landgasthaus „Puck“
stattfand. Bernhard Witte, der sich maßgeblich um die Organisation des Wettbewerbs kümmert, wurde für seinen Einsatz von der Allgemeinen Zeitung als einer von zehn Kandidaten zum „Mensch 2015“ nominiert.
Wichtige Höhepunkte im Wettbewerbstagebuch 2015 waren natürlich die Begehungen der Kommission, in deren Verlauf es Böddenstedt bis zum Bundesausscheid geschafft hat. „Der Wettbewerb prägte ganz maßgeblich das Dorfleben im vergangenen Jahr“, sagte Bernhard Witte und kündigte an, dass die Plakette vom Landesausscheid demnächst am Dorfgemeinschaftshaus angebracht werden wird. Witte dankte allen, die sich in den Wettbewerb eingebracht haben, und fasste die Bewertung der Kommission mit Lob und Kritik zusammen. Es wurden beispielsweise Gestaltungsschwerpunkte zu den Gebäuden, Gärten und dem öffentlichen Raum vorgestellt. Unter anderem gab es den Hinweis, dass in den Gärten und im öffentlichen Raum keine Kiesbeete angelegt werden sollen, auch Nadelgehölze haben innerorts nichts zu suchen.
Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, das Leitbild noch konkreter in den Rundgang einzubinden.
Positiv sind die Nachnutzung von Höfen und Gebäuden sowie die vorhandenen Planungen zur Dorfentwicklung aufgenommen worden. Die Kommissionsmitglieder lobten hier die gute Präsentation durch Bauamtsleiter Rüdiger Lilje. Um den Ort weiterzuentwickeln, sollten die Böddenstedter über eine Gestaltungssatzung nachdenken. Hier kann auf die Planungen zur Dorferneuerung zurück gegriffen werden. Vermisst wurden weitere Planungskonzepte und Zielmaßnahmen, die evtl. mit einem Flyer verdeutlicht und in die Führung eingebunden werden können. Daraus könnten dann auch Leader-Projekte erwachsen.
Die Gestaltung des Friedhofes wurde ebenso gelobt wie die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses. Handlungsbedarf besteht allerdings beim dortigen Spielplatz. Sehr positiv hervorgehoben wurden die Offenen Gärten sowie das Projekt Stahlbachtal, mit der Empfehlung, eine Fachberatung seitens der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen. Hervorgehoben wurde darüber hinaus der Einsatz von Walter Schenk, der als kompetenter Pate für "das Dorf in der Landschaft" die Führung im Außenbereich übernommen hatte.

„Nun können wir mit Elan in die nächste Runde gehen“, läutete Bernhard Witte die diesjährige Wettbewerbsrunde ein. Viele Dinge haben sich bereits getan: Die Infozelle konnte endlich beleuchtet werden. Dank dafür gilt Luise Cohrs, die den Strom kostenlos zur Verfügung stellt. Zwischen Hamerstorf und Böddenstedt wurde ein Fledermausquartier eingerichtet und aus dem Freifunk-Projekt ist inzwischen ein Computerkurs erwachsen, den Jürgen Dreyer kostenlos anbietet. Auch die Chronik wird fortgeführt: Dr. Horst Löbert und Jürgen Dreyer sammeln historische Fotos von Böddenstedt, die im Internet der Forschung zugänglich gemacht werden sollen. Horst Löbert hat darüber hinaus 18 Infotafeln entworfen, die aus der Ortsgeschichte erzählen. Gestaltet wurden sie von Friederike Kohnke. Löbert stellte zudem das Projekt „Dorfschaufenster“ vor, das im alten Spar-Laden entstehen und beim nächsten Rundgang präsentiert werden soll. „Ich bin sicher, dass wir auch diese Runde gut bewältigen und 2017 gemeinsam nach Berlin fahren werden“, machte Bernhard Witte Mut zum Weitermachen.

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