Dienstag, 10. Februar 2015

Einhörner auf Reisen

Ein paar Jahre haben sie pausiert, doch nun gingen sie endlich wieder auf Reisen: Die "Goldenen Einhörner", welche verdienten Böddenstedter Bürgerinnen und Bürgern für besondere Verdienste verliehen werden, wurden anlässlich der diesjährigen Lichtmess Bürgerversammlung an Rita Wischert und Hermann Sorge übergeben. Hans-Jürgen Drögemüller, der die Versammlung in bewährter Weise
moderierte, begründete die Entscheidung mit dem ehrenamtlichen Engagement Rita Wischerts, u.a. im Sportverein. Sie ist die "Seele des Kaffeegartens", kümmert sich um die Damengruppe und ist auch sonst immer ansprechbar, wenn Hilfe gebraucht wird. Hermann Sorge - halb Böddenstedter, halb Hansener - hat nicht nur den liebevoll restaurierten Backofen auf seinem Böddenstedter Grundstück für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, sondern der Dorfgemeinschaft im letzten Jahr auch eine Fläche für die Anlage einer Streuobstwiese überlassen.


In seinem Rückblick erinnerte Hans-Jürgen an viele Begebenheiten, die den Jahreslauf bestimmt haben. Im März hatte die erste Versammlung für den Dorfwettbewerb stattgefunden - irgendwie ist es kaum zu glauben, dass das noch nicht einmal ein Jahr her ist. Wir haben in dieser Zeit viel geschafft und nun geht es sogar in die nächste Runde. Bernhard Witte gab einen Überblick über die Wettbewerbsmodalitäten und rief noch einmal alle Böddenstedter dazu auf, mitzumachen. In den nächsten Wochen werden wir uns mit den Bewerbungsunterlagen beschäftigen. Wir haben uns auch vorgenommen, eine Infoveranstaltung zum Thema "Freifunk" zu organisieren.

Vor 50 Jahren wurde die Friedhofskapelle in der Ortende eingeweiht. Dies soll zum Anlass für einen Gottesdienst in der Kapelle genommen werden. Unter dem Tenor "Warum nicht etwas Fröhliches an diesem Ort der Trauer gestalten", ist Pastor Kardel gerne bereit, diesen Gottesdienst auszurichten. Der
Pastor mahnte darüber hinaus an, zu seinen Überzeugungen zu stehen, aber auch die Auffassungen anderer anzunehmen und zu respektieren. "Ein Flickenteppich ist wunderbar, weil er bunt ist und zeigt, dass alles zusammengehört", so der Pastor mit Blick auf einen Patchworkteppich, den er mitgebracht hatte.
Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz und Bürgermeister Hans-Hermann Hoff berichteten aus der Arbeit von Rat und Verwaltung, insbesondere über die Haushaltslage und die rückläufige Einwohnerentwicklung. Unser Bürgermeister hat übrigens eine ganz besondere Beziehung zu uns: sein Kater stammt aus Böddenstedt. Ob seine "guten Gene" nun in Suderburg Verbreitung finden, ist allerdings nicht bekannt...

Abgerundet wurde die Veranstaltung von einem Vortrag aus der Geschichte Böddenstedts: Dr. Horst Löbert unternahm eine Zeitreise von der Steinzeit bis in die jüngere Vergangenheit . Anhand zweier Funde aus der Böddenstedter Ortslage erläuterte er die Herstellung und den Gebrauch von steinzeitlichen Steinbeilen sowie von Spinnwirteln, die seit vielen Jahrhunderten verwendet wurden und noch heute in der Türkei benutzt werden. Akribisch hatte er zudem die Geschichte der Feldscheune am Moorweg und die damit verbundenen Hofgeschichten recherchiert. 

1 Kommentar:

  1. Den "Flickenteppich" hat Anne Bodach in Patchworktechnik hergestellt. Leo hat ihn mitgebracht, weil er wusste, worüber Pastor Kardel sprechen würde.

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