Montag, 17. November 2014

Hahnenfuß und Himmelsziegen

Auch die Arbeitsgruppe "Kulturfluss" war am Wochenende fleißig und hat das feuchte Wiesenareal im Stahlbachtal zwischen Böddenstedt und Hamerstorf entkusselt. Es wurden die aufwachsenden Bäume entnommen, so dass der Charakter der Feuchtwiese erhalten bleibt, denn feuchtes Grünland ist ein wichtiger Lebensraum der Bekassine.
Früher war der Vogel auf jeder nassen Wiese heimisch.
Durch die Veränderungen in der Landnutzung ist der Schnepfenvogel selten geworden. Die Bekassine gehört zu den „Frühaufstehern“ in der Natur und ist meistens nur früh morgens zu beobachten. Mit etwas Glück kann man den gut getarnten Vogel auf einem Weidepfahl entdecken. Die kleine Schnepfe hat einen auffallend langen Schnabel mit dem sie im nassen Wiesenboden nach Nahrung sucht.
Die Bekassine brütet gut versteckt am Boden und verharrt stundenlang regungslos auf dem Gelege. Wegen seines langen Schnabels muss der brütende Vogel die Eier mit den Füßen wenden.
Die Bekassine kennzeichnet ihr Revier durch einen besonderen Flug: Sie fliegt hoch in die Luft und kommt im Sturzflug mit gespreizten Schwanzfedern wieder herunter.
Dabei werden die äußeren Schwanzfedern in Schwingungen versetzt, wodurch ein dumpfes Meckern erzeugt wird. Dieses meckernde Geräusch hat der Bekassine ihren volkstümlichen Namen HIMMELSZIEGE eingebracht.
Durch Entwässerung von Grünland, sowie der Umwandlung in Ackerland sind viele Biotope der Himmelsziege verloren gegangen. Durch Flächenstilllegung droht weitere
Gefahr, da diese Flächen verbuschen. Ähnlich wie in den Heideflächen müssen für den Erhalt auflaufende Bäume entfernt werden, da sonst andere Tier- und Pflanzenarten den Lebensraum besiedeln und die speziellen Arten verdrängen.
Das Stahlbachtal bietet der Himmelsziege noch einige offene feuchte Grünflächen. Im Rahmen des Projektes „Unser Dorf hat Zukunft“ möchte die Arbeitsgruppe Kulturfluss artenreiches Grünland erhalten und gleichzeitig Jagdbiotope für Schwalben und Fledermäuse sicherstellen.

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