Freitag, 8. Juni 2018

Wildbienen summen in Böddenstedt


Mit 20 Teilnehmern aus den Landkreisen Uelzen, Celle und Winsen/Luhe war der von Sabine Dralle von der Landwirtschaftskammer organisierte Kurs zum Thema „Wildbienen“, welcher kürzlich in Böddenstedt stattfand, gut besucht.
Im Dorfgemeinschaftshaus gab die Referentin Janina Voskuhl, Leiterin des Projektes „Wildbienen“ an der Universität Osnabrück, eine beeindruckende Einführung in die 569
Bienenarten. Nur eine Art sind Honigbienen.
Viele Arten sind bedroht, man kann aber im eigenen Garten für ihr Überleben etwas tun: Etwa können auf Rasenflächen „Inseln“ selten gemäht werden. Auch das Aufstellen von Insektenhotels mit vorgebohrten Löchern von zwei bis neun Millimetern Durchmesser (ca. zehn Zentimeter tief, hinten geschlossen) bietet Wildbienen Rückzugsmöglichkeiten. Dabei sollten vor allem Lehm und Hartholz verwendet werden. Wichtig ist, dass in dem Holz keine feinen Späne in die Bohrungen ragen, denn an diesen können die Wildbienen ihre Flügel verletzen. Dies kommt bei fertig gekauften Billigprodukten leider häufig vor.
Korb- und Schmetterlingsblütler sowie Clockenblumengewächse ziehen die meisten Bienenarten an.

Beim Rundgang durch Gärten im alten Dorfkern von Böddenstedt wurden unter anderem Baumhummeln, Löcherbienen und Goldwespen bestimmt, auch die zerbrechlichen „Schornsteine“ der Lehmwespen konnten an einer alten, unterstrichenen Lehmwand beobachtet werden.

Der Höhepunkt waren der Besuch der Gärtnerei von Kathrin Busse und zum Abschluss die Kaffeetafel am alten Backofen von Hermann Sorge.

Text und Fotos: Dr. Horst Löbert

Dienstag, 22. Mai 2018

Im Garten ein Summen

Herzliche Einladung zur Teilnahme:
Stippvisite in die Welt der Wildbienen im Golddorf Böddenstedt.
Details nebenstehend.

Montag, 21. Mai 2018

Film ab - Ton läuft - und Action

Ja, das war spannend, ein ganzer Drehtag in Böddenstedt mit dem Filmemacher Markus Haist für die Sendung "Sonntag" auf ZDF.

Die Austrahlung am 24. 06.2018 um 9:00 Uhr steht unter dem Motto "Unser Dorf soll schöner werden". So hat Markus Haist für seine Reportage unser Böddenstedt auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft entdeckt. Da wir im Rahmen unseres Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" unter anderem auch für das ehrenamtliche Engagement der Dorfarbeitsgruppe 'Pflanzung und Pflege' ausgezeichnet wurden, hat der Filmemacher den Schwerpunkt auf Dorfverschönerungsmaßnahmen im weiterem Sinne gelegt.  So wurde der Bogen von der Vergangenheit des Ortes bis in die Zukunft beschrieben, mit Berichten über historische Gebäude bis zum Interview mit Neubürgern, beides Belege für die Attraktivität Böddenstedts. Das Ganze unterstrichen mit Aktionen rund um das Dorfgrün mit seinen Bäumen.

Ich will nicht zuviel verraten, schließlich weiß ich nicht, was letzlich aus dem vielen Material entsteht und gesendet wird.

Aber ich möchte mich ganz herzlich bei allen Beteiligten für die spontane Bereitschaft, vor die Kamera zu treten, bedanken - ihr wart echt große Klasse!

Im Einzelnen:
Goldorf-Eiche
Alter Speicher
  • Otfried Dreyer und Stephan Appelt berichten über die in Eigenleistung errichtete Fußgängerbrücke über den Stahlbach. Außerdem stabilisierten sie die neu gepflanzten Birken am Gerdauer Weg mit Pfählen und wässerten diese anschließend gemeinsam mit Reinhard Cohrs
  • Rolf Schubert zeigt die kürzlich mit Schotter ausgebesserten Wanderwege bei den Brandswiesen, ein Teilstück des Golddörfer Rundwanderwegs

  • Karsten Hilmer und Rolf Schubert
    versorgen die Golddorf-Eiche mit Komposterde
  • Leo Bodach zeigt seinen Bienenstand
  • Horst Löbert berichtet über die Geschichte des Dorfes und seiner Gebäude
  • Astrid Koch und Christian Böttner stehen für ein Interview als Neubürger zur Verfügung und zeigen ihr kürzlich erworbenes Haus mit Garten
  • Verena Görke, ebenfalls Neubürgerin, zeigt ihr neu errichtetes Haus und die 3-Ständer-Eiche
  • Jan-Olaf Albrecht stellt seine riesige Eiche vor, unter der er seit 40 Jahren leben darf
  • Monika Neumann reinigt die InfoZelle, füllt Prospekte nach
    Imposante Eiche

    und gibt auf dem Heidehof gemeinsam mit mir Auskunft über den Wettbewerb "u.D.h.Z." 

Zwischendurch wärmen wir uns bei Löberts am Kaminofen auf und nutzen die Unterbrechung für ein Mittagessen.

Das war ein gutes Stück Arbeit für den Filmemacher und vieles liegt noch vor ihm, denn die Story und den Schnitt gestaltet er ebenfalls selbst.

Am Ende lachte sogar die Sonne und nach Kaffe und Kuchen im Allerkamp verabschiedete sich Herr Haist, zufrieden mit der Fülle der Informationen und den vielfältigen Eindrücken.


Fotos: Verena Görke

Mittwoch, 16. Mai 2018

Filmaufnahmen für das ZDF in Böddenstedt

Hallo liebe Mitbürger\innen,

am Samstag, 19. Mai, wird ein Filmemacher hier in Böddenstedt unterschiedliche Filmsquenzen drehen. Diese sollen zu einem Beitrag in der Sendereihe "Sonntag" im ZDF verarbeitet werden. Der  Beitrag soll am 24. Juni im ZDF ab 09:03 Uhr ausgestrahlt werden.
In mehreren Telefonaten, persönlichen Gesprächen und schriftlich über E-Mail ist aus ersten Ideen des Herrn Haist zusammen mit uns eine Art Drehbuch entstanden. Es sind Interviewpartner und  Akteure gefunden, sowie verschiedene Drehorte in die Planung übernommen worden.
Es sollen auch Luftaufnahmen per Drohnenflug erstellt werden. Hier bitten wir um Verständnis und Toleranz, wenn Grundstücke überflogen werden.
Wir sind schon sehr gespannt, was aus einem kompletten Drehtag letzlich in 4 Minuten Sendezeit hineinkommen wird.

Informtionen zum Filmemacher Markus Haist:


Also Knoten in's Taschentuch für den 24. Juni im ZDF ab 09:03 Uhr.

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Samstag, 5. Mai 2018

Tolles Foto aus Böddenstedt


Dieses Foto hat mir Dieter Bakeberg (Ehemann von Erika geb. Niemann) aus Suderburg zugesandt und ich habe dazu ein Vergleichsfoto gemacht.

Beide Bilder „Bahnser Weg 7“ mit Blickrichtung Ortsmitte.

Oben das Foto von 1928 mit Niemann’s Kinder.
Der Junge ist Adolf Niemann †2008 und rechts seine Schwestern Luise und Wilma.
Die beiden Mädchen links, sind die Schwester von Helmut Niemann, Haus Nr. 58, †2006, Gerdauer Weg.

Das untere Foto an gleicher Stelle und 90 Jahre später.

Also wer noch alte Fotos hat, ich scanne sie gerne ein.

Gruß
Jürgen Dreyer

Mittwoch, 11. April 2018

Bei Vollmond durch die Heide

Einmal im Monat - immer bei Vollmond - lädt Gästeführerin Hannelore Behrens zur Wanderung durch die nächtliche Ellerndorfer Heide ein. Der Gang durch die Heide startet in der abendlichen Dämmerung und bei interessanten Informationen und faszinierenden Aussichten lässt Hannelore Behrens die Geschichte der Heidelandschaft lebendig werden. Sie erzählt von der Entstehung der Heide, einer Landschaft, die unsere Gegend über viele Jahrhunderte prägte und durch die Heidebauernwirtschaft lange am Leben erhalten wurde, vom Wacholder und der Schnuckenherde von Familie Jahnke.
Anmeldungen bei Hannelore Behrens, Tel. 05808 429 oder 0176 52390564.

Die Termine: 30. April, 18.30 Uhr / 29. Mai, 19.00 Uhr / 29. Juni, 20.30 Uhr / 20. Juli, 20.30 Uhr / 27. Juli, 20.30 Uhr / 3. August, 20.30 Uhr / 17. August, 20.30 Uhr / 26. August, 20.00 Uhr / 7. September, 19.00 Uhr / 25. September, 18.30 Uhr / 5. Oktober, 18.00 Uhr und 24. Oktober, 17.30 Uhr

Montag, 9. April 2018

Alte Bäume prägen ein schönes Dorf

Studierende der Universität Hannover in Böddenstedt

Dass Böddenstedt ein schönes Dorf ist, wissen die Böddenstedter nicht erst seit dem Dortwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Dass ein Teil des Charmes dieses Heidedorfes von seinem alten Baumbestand ausgemacht wird, ist den meisten Einwohnern selbstverständlich
ebenso bewusst. Nun haben ihnen dies fünf Studierende der Universität Hannover vom Studiengang „Landschaftsarchitektur und Umweltplanung“ noch einmal bestätigt. Mehrere Monate lang haben sich Pia Neumann, Regine Maedje, Luciana Scholz, Jakob Jürgens und Lorenz Noltemeyer in dem Projekt „Bäume in Böddenstedt“ mit dem Baumbestand des Ortes beschäftigt, ihre Ergebnisse zu den Themen Ökologie, Geschichte, Nuztung, Ästhetik und Pflege stellten sie am Sonntag in Böddenstedt vor.
„Böddenstedt ist als typisches Heidedorf insbesondere von alten Eichen geprägt. Ihre Anpflanzung geht auf das Mittelalter zurück“, erläuterte Regine Maedje. Die Bäume sind damals allerdings nicht aus ästhetischen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen angepflanzt worden: Holz war im Mittelalter einer der wichtigsten Energieträger und Raubbau hatte es zur Mangelware werden lassen. Die Heidebauern griffen zur Selbsthilfe und schufen nahe ihrer Grundstücke kleine Haine, wo sie Holz sowohl für den Verkauf als auch zum Eigenbedarf anpflanzten. Alte Karten weisen derartige Haine („Gehäge“) noch im 18. und 19. Jahrhundert auch für Böddenstedt aus.
Im Zuge ihrer Bestandsaufnahme erstellten die
Studierenden ein Modell. Fotos: Kohnke-Löbert
In der Gegenwart haben sich zu den typischen Eichen andere Gehölzarten gesellt. „Kultureller Wandel führt auch zum Wandel der Landschaft und der Ortsbilder“, erläuterten die Studenten. So kommt es, dass heute Linden ebenso wie Erlen, Weiden und Ahorn das Ortsbild bestimmen. Die wirtschaftlichen Notwendigkeiten für den Holzanbau vor Ort sind heute entfallen und so bestimmen weitaus mehr als früher Trends und Modeerscheinungen auch die Gestaltung von Dörfern und Gärten, beispielsweise mit Nadelhölzern und Kirschlorbeer. Dennoch: Die Böddenstedter wissen ihren alten Baumbestand zu schätzen. Immerhin 400 Jahre alt ist die älteste Eiche des Ortes und etwa 300 Jahre steht die berühmte „Blitzeiche“ auf dem Grundstück von Jan-Olaf Albrecht. Diese wurde vor 40 Jahren von einem Blitzeinschlag gespalten, dank guter Pflege konnte der große Baum jedoch gerettet werden. „Der Bestand macht insgesamt einen vitalen Eindruck. Es gibt aber auch Probleme“, so die Studenten: „Man findet viele Stümpfe von großen Bäumen“. Nachgepflanzt werden die althergebrachten Arten jedoch kaum, wenn Neuanpflanzungen vorgenommen werden, dann eher von exotischen Arten. „Die klassische Stieleiche gehört anscheinend zum Auslaufmodell“, so die Studenten. Problematisch seien zudem die Laubentsorgung sowie der Arbeitsaufwand für die Sicherheit. Lösungen könnten hier die Unterstützung privater Haushalte, Nachpflanzungen oder auch eine zentrale Entsorgungsmöglichkeit für das Laub in der Region sein. Die Studierenden haben sich zudem Gedanken über Möglichkeiten der Laubverwertung, etwa in Form von Humusbereitung oder in der Verarbeitung zu Biokohle, gemacht.
Einigkeit bestand zwischen den Studierenden und den anwesenden Böddenstedtern in diesem Punkt: Niemand kann sich den Ort ohne Bäume vorstellen. Dass viele Böddenstedter zudem eine emotionale Verbundenheit zu ihren Bäumen empfinden und diese auch als Lebensraum für Tiere schätzen, fanden die Studierenden durch Interviews heraus.
Zustande gekommen ist das Projekt durch die Vermittlung von Dr. Horst Löbert, die Projektleitung oblag Dr. Roswitha Kirsch-Stracke.